Frau Andrea Fischer, Bundesgesundheitsministerin a.D.,
verleiht als Schirmherrin der
BLEIB GESUND STIFTUNG im Rahmen des Oskar-Kuhn-Preises
2007
dem Projekt „Smily Kids – Kinder aus suchtbelasteten Familien“
vom Kreuzbund
Diözesanverband Paderborn e.V. in Lennestadt-Altenhundem,
entwickelt von Christa Gattwinkel,
den ersten Preis in der
Kategorie Praxis. |
Alkoholismus ist heute ein vieldiskutiertes Thema; und so können Alkoholabhängige auf verschiedene
Therapieansätze zurückgreifen. Auch Co-Alkoholiker finden inzwischen diverse Hilfsangebote.
Die Kinder aus suchtbelasteten Familien wurden mit ihren daraus resultierenden Problemen bislang
jedoch meist allein gelassen. Und das, obwohl sie die am ärgsten Betroffenen sind und als junge
Erwachsene häufig mit psychischen Folgeproblemen zu kämpfen haben.
Unter dem Namen „Smily Kids – lächelnde Kinder“ gründete Christa Gattwinkel daher im September
1996, unter dem Dach der Erzdiözese Paderborn, die erste Kindergruppe des Kreuzbundes für
Kinder aus suchtbelasteten Familien. Das Projekt erwies sich als überaus erfolgreich und wurde zu
einer dauerhaften Einrichtung. |
Frau Andrea Fischer |
Frau Christa Gattwinkel |
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In einer geschützten Atmosphäre erhalten die betroffenen Kinder erstmals die Chance, über ihre Sorgen und Ängste zu reden, die aus der Trinkphase eines Elternteils resultieren. Seitdem treffen sich betroffene Kinder regelmäßig beim Kreuzbund in Lennestadt- Altenhundem. Die Eltern der Kinder können zur selben Zeit in Elterngruppen über ihre Probleme sprechen.
Gerade weil bei Suchtabhängigen die vermeintliche Schuld an der Sucht oft auf das Kind verschoben;
sie dem Kind angelastet wird, sind solche Hilfen für Kinder unendlich wichtig. Christa Gattwinkel
hat die Idee für die Kindergruppen aus eigener Erfahrung und Betroffenheit ins Leben gerufen.
Inzwischen sind im Umkreis von Paderborn weitere Gruppen entstanden. |
Durch die kirchliche Einbindung und die guten Kontakte zu Kindergärten, Schulen, Caritas, Gesundheits- und Jugendämtern ist die Arbeit hervorragend eingebettet. Die Öffentlichkeitsarbeit begleitet das Projekt angemessen und sehr dezent, um dem Wunsch der Kinder und Eltern gerecht zu werden, lieber unerkannt zu bleiben.
Das Projekt lebt insbesondere vom großen persönlichen Engagement der Gründerin. Im Laufe der letzten elf Jahre gelang es Christa Gattwinkel, viele Ehrenamtliche für ihre Arbeit zu begeistern und
zu aktivieren.
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